FANDOM




17.07.2070 Morgens halb zehn in KingstonBearbeiten

Busy: "Was ich gestern Abend noch vergessen hab' zu sagen: Ich brauch'
hier noch jemanden, der mir 2500 Pinguine frisiert...!"

Hermes: "Bei uns sind heute Nacht 500 Y vom Konto abgebucht. Ich
pruef' das gleich mal."

Chef: "Yo! Ihr habt Euch ja sicher schon Sorgen um mich gemacht. Ja,
Danke, aber ich bin gut untergekommen. Bei den '3 Bedbugs' waren leider
alle Betten voll... Da hab' ich das naechstbeste Hotel genommen.
Ausserdem bin ich voellig fertig wegen den ABC-Dudes (Abercomb, Barrows
& Cooper Associates) und wegen dem komischen Zwerg. Dem hab' ich den
voll korrekten Mr. Singh und seinen unbestechlichen Assistenten von der
Baubehoerde mal vorbei geschickt. Vielleicht zahlt er ja danach
wenigstens Schutzgeld an uns. Also falls ich gebraucht werde um
irgendeine wichtige Entscheidung zu machen, ich bin jetzt im 'Kingston
Palace'. Sagt Bescheid, wenn die Dicke wieder aus meiner Bude raus ist.
Ach ja und passt mir gut auf meine Nichte auf, weil die ja echt Aerger
hat und sich hier ja nicht so gut auskennt..."

Die Nichte: "Gute Nachrichten für den Lone-Star-Vehicle-Modding-Contest:
PRTC ('Port Royale Towncrier', lokaler Trid-Channel) wird Live senden
und verdoppelt die Preise wenn ihr denen ein Interview gebt. Es gibt
also 40.000, 20.000 und 10.000 Y! Wow, das wird eine richtig geile
Shopping-Tour!!! Ich check' heute Abend mal die 'Kings' ob die schon
trainieren. Bei Euch ist es jetzt sowieso zu gefaehrlich... Na, wegen
den Kaetzchen, die alle fressen, die nicht nachts brav in ihren Bettchen
liegen!"

Maus: "Hey! Psst! Hier! Ich hab' euch gestern gesehen, wie ihr den LKW
von den Baracudas geklaut habt. Ich war ja eigentlich zum aufzupassen
da, aber als euer Adler aufgetaucht ist, hab' ich mich lieber schnell
versteckt, denn Maus ist schlau. Naja, ich wollte euch nur sagen, dass
ich euch nicht verraten werde. Ich hab' auch schon eine Idee wie ihr
euch bei mir bedanken koennt... ich bin aber leider zu schuechtern es
zu sagen. Aber irgend jemand wird euch verraten weil ja die Zeit der
Petro Loas kommt und die wirbeln wirklich alles durcheinander. Da such'
ich mir lieber ein Versteck - schon allein wegen der Katzen, die hier
'rumspringen, denn Maus ist schlau."

Busy: "Diese beiden hohlen Anzugtraeger, die gerade hier
vor mir stehen, behaupten ich haette eine 'prekaere sanitaere
Situation'. Bullshit! Meine 'sanitaere Situation' ist nicht prekaer
sondern maritim und keine 10 Meter entfernt! Das erscheint den
beiden dumpfen Buerokratenparasiten aber nicht angemessen. Ist das
hier etwa ein 5-Sterne-Luxus-Etablissement? Also schafft mir hier
moeglichst schnell eine genehme 'sanitaere Situation' heran. Ich
muss heute noch ein Testprogramm mit der Klimaanlage fahren und die
Visco-Kupplungen an den Radiatoren machen noch Probleme. Ich hab
also keine Zeit dafuer. Das geht doch klar, oder? Es soll auch
nicht umsonst sein. Ach, uebrigens: Ich hab' auch schon versucht das
Problem wie zivilisierte Leute zu loesen und ihnen einen Credstick
unter die Nase gehalten. Aber die haben nur gegrinst und gesagt,
dass sie leider schon bezahlt werden. Habt Ihr vielleicht eine
Ahnung wen die beiden schluffigen Sesselfurzer damit gemeint haben
koennten?"

Pinguin: ?Ark, ark! Penguin-Beer ist richtig cool! Ark! Bring' alle
Deine Freunde mit! Ark! In der Penguin-Bar gibt's Freibier! Ark!?


Die Nichte, 17:17, 17.07.2070,Bearbeiten

Irgendwo vor der Süd-Küste Jamaikas in Höhe des Blue Mountain Ressorts:

Ich genieße den Sonnenuntergang und die spiegelglatte See bei einem Glas Champagner auf dem Vorschiff der Yacht. So warte ich gerne auf den versprochenen Kampftaucher von der Olsen Werft. Nur Francis stört: Er ist immer noch eingeschnappt, weil ich ihn am Comlink Weichei genannt hab?.
So, endlich liefert Handy die kleine Verstärkung ab. Der ?Kampftaucher? stellt sich nur stammelnd mit ?Mau-Mau? vor und ist so klein, dass er sich sogar hinter Handy verstecken kann. Außerdem kennt er offensichtlich keine Neos, denn als ich ihn befehle sich auszuziehen, wird er nur knallrot. Ich brauch? also eine ganze Weile bis ich ihn in den Neoprenanzug gesteckt hab? ? alleine kriegt er das angeblich nicht hin.
Danach muss Francis überflüssigerweise erwähnen, dass das ja ein Kinder-Neo ist und los geht?s: ?Ich zieh? doch keine Kindersachen an! Ich bin erwachsen! Wie geht das denn hier wieder auf? Zieh? den doch selber an!?, etc. Naja, irgendwann hab? ich Mau-Mau überzeugt, dass der Anzug dann doch speziell für erwachsene Hobbits hergestellt ist, großes Ehrenwort. Wenn der kleine Kerl so weitermacht, stopf? ich ihn irgendwann einfach in mein Handgepäck und nehm? ihn mit!

Die ?Darling? liegt in 13 Metern auf felsigen Grund: reichlich schräg und außerdem instabil. Mau-Mau fuchtelt aufgeregt herum und will mir dringend etwas zu blubbern; Er wird schon nachkommen. Hm, ist schon etwas unheimlich hier, aber ein zweites Mal komm? ich nicht ohne Beute zurück. Unter Deck ist es ziemlich Dunkel ? und das trotz der eigentlich grellen Lampe. Gemeinsam können wir die Metallkiste schließlich bewegen. Aber irgendetwas anderes hat hier geknirscht! Der Lichtschein reicht nun keinen Meter mehr weit! Mau-Mau ist bewusstlos! Wir sind nicht allein hier! Das Gold hab? ich mir schwer verdient! Mist, ich weiß nicht mehr wo oben ist! Das Wrack bewegt sich! Shit! Zappenduster hier! Ich find? nicht mehr ´raus! Da ist noch jemand! Hilfe!





Mittwoch 17.7.70 Nachmittags [Es war Mi, der 16.]
Bearbeiten

Verdammt ist das heiß hier! Nun bin ich schon seit einigen Monaten auf Jamaika, der grünen Insel. Die Leute sind sehr relaxt. Meist gibt es garnichts zu tun. Deswegen liege ich auch auf dem Dach der Lagerhalle direkt neben der hart arbeitenden Klimaanlage und sehe den Eiswürfeln in meinem Drink beim schmelzen zu. Neben mir liegt noch Natraj. Ist irgendein Inder oder so, Komisch nur das die Inder bei uns immer viel dunkler waren.
Ansonsten geistert hier sowieso nur so ein Hermes rum. Der Typ soll hier sowas wie ein Buchhalter sein. Ja klar! Die Haben hier nix von Wert und wohl kaum ein richtiges Konto... Der Typ wird einfach nur mit durchgefüttert und macht auf dicke Hose.
Ansonsten gibt es den "Chef", was für ein Hohn, da hatten unsere Neophyten ja mehr Ahnung von dem was sie machen sollen, seine "Nichte" und die Crew.
Naja die tauchen so einmal im Monat auf und wollen dass man den Schrotthaufen den die Schiff nennen wieder zusammenflickt, demolieren alles und machen überall streß und verschwinden wieder.

Naja Chef kam an und störte die Ruhe... Wenigstens in dem Moment indem die Klimaanlage den Geist aufgab. Wo seine Nichte sei, auf die sollte wir ja aufpassen und außerdem gäbe es da son Kerl der die alte Hütte am Hang bezogen hätte und da ne Kneipe aufmacht.

Lange Rede kurzer Sim, Busy ist der Kerl. Einer vom Volk der auch mal ein Bier verteilt und wenigstens für unsere Hilfe was springen lässt. Der "Chef" kann lange darauf warten, dass ich Busy Schutzgeld abpresse...
"Chef" ist in die Stadt gegangen um rauszufinden wer diese Anwälte sind die angeblich alles hier gekauft haben, von wegen nur die alte Hütte.

Mama Leone, das ist die dicke alte Köchin, die die Touris mit ihren Müll-Vodoo-Puppen eindeckt, schrie plötzlich aus ihrer Hütte um Hilfe. Zwei Hauer von den SOS waren über die teuern Müllmännchen nicht grad begeistert und wollten Mama L. in ihren Eintopf stecken. Ich hab Natraj geholt und wir sind hin. Den Ork haben wir so eins auf die Nuss geklotzt dass der noch klange Kopfschmerzen haben wird, aber der troll war zäher. Wollte einfach nicht umgehen, selbst als ich ihm mit meinem Stab die Nase gebrochen hab. Sein Pech, denn Natraj hat mit seinem Indervodoo ihm gehörig eins verpasst. Schlussendlich mussten wir den Riesen blutüberstromt in einer alten Badewanne mit ein paar Rädern drunter in ein Krankenhaus bugsieren. Der Ork hatte sich verpisst. Mama L. hat jetzt Schiß und lebt im Zimmer vom "Chef". "Chef" wohnt jetzt im teuersten Hotel der Stadt, weil sein Zimmer ja belagert wird und wir ja ein wenig Kohle für die Werft besorgt haben.

Wozu mach ich den Quatsch eigentlich? Ich sollte mir von einigen süßen Schnecken den Arsch massieren lassen und nicht der faule alte Sack!
Mama L. geht erst zurück wenn sie ne neue Tür und nen Dach in ihrer Hütte bekommt, aber da "Chef" das deligiert (ich hasse dieses Wort)bleibt das bestimmt wieder an uns hängen. Zeit haben wir bei dem Trubel hier sowieso keine...

Später stießen noch wzei Neulinge zu uns um für Busy seinen Container wieder zu finden. Den Hatte die Hafenmeisterei plötzlich verloren, trotz aller "Verwaltungsgebühren". Die Beiden kannte ich kaum, aber scheinen recht nützlich zu sein. Nur mein Namensgedächniss lässt mich im Stich. Es waren so 08/15 Namen. Sowas wie Troy oder so ähnlich...
Naja der eine ist wohl auch nen Zauberbubi nur dass er ständig nackt durch die gegend Läuft weil er alle Nase lang sich in son übergroßes Hähnchen verwandelt. Den Container haben wir auf jeden Fall bei den Barakudas gefunden und konnten ihn sogar zurückholen, aber es gab da einen kleinen Schusswechsel.

[Ab hier war es Do, der 17.]Bearbeiten

Abends besuchte uns dann noch einer vom Volk, muss ghier iregndwo nen Kolonie geben, der Sich Maus nannte. Er sagte er würde uns beobachten und könnte den Barakudas erzählen wer ihre Chummer gegeekt hat. Aber wir haben uns geeinigt, er ist ja ein vernünftiger Zwerg, und wir haben ihn mit der Nichte bekannt gemacht. der kleine fährt voll auf die Maus ab ;)

Abends verschwanden Troy und der Vogel auch schon wieder um Busy beim Werbepinguine programmieren zu helfen. Ich und Natraj mussten derweil uns mit den Murmeltieren rumschlagen. Wen wunderts dass sie alle Welt so nennt? Bei dem bescheuerten Namen... Irgendwelche Katzen ud probleme die unsere Schuld seien. Toll mal wieder sind wir die Dummen.
Aber auch dafür bleibt wenig Zeit denn Busy hat ein Problem. Der "Chef" hat ihm son baupinsel auf den Hals gehetzt. Unbestechlich usw. Von wegen!
Wieso kann der Depp nicht einfach mal was anständiges machen statt uns ständig noch mehr äörger aufzuhalsen. VBusy zahlt wenigstens anstatt Geld von uns dafür zu verlangen dass wir seine Probleme lösen, während er sie die Eier schaukelt.
Also lösen wir die "präkere Sanitäre Situation" ich schweige darüber wie wir an die Dixiklos kamen, aber es fiel noch ein Laster für uns ab.
Natraj ist angeschlagen und leicht reizbar. Der Sturkopf will mir nichtmehr Helfen. Soll ich etwa alles alleine machen?!

Maus taucht auf nachdem wir in zur Nichte gefahren hatten damit er den retter in der Not spielen kann, weil diese mit dem Typen vom Blue Mountian Resort vor der Küste nach nem Schatz gesucht hat. Er hat das Problem auch delegiert. (Wie sehr ich das hasse!) Irgendein Geist hält die beiden Fest bis wir uns bei ner Oma in seinem Namen entschuldigt haben. Wo sie wohnt wissen wir nicht, nur ihren Namen. Maus hat aber vergessen zu fragen von wem wir die Entschuldigung überbringen sollen und wofür...
Troy konnten wir noch rechtzeitig abgreifen. zur Unterstützung. Der Vogel hat sich schon wieder verzwitschert... Hoffentlich scheisst er dem "Chef" auf den Kopf wenn er auf der Sonnenterasse des Hotels chillt.

Die Suche nach der Oma hat sich als schwierig erwiesen. Erst hat Natraj mit einer alten Kirchenbank gesprochen, dem Kirchengeist oder sowas, und dann haben Troy und ich in einem Haus auf einmal die alte Frau entdeckt. Die Wusste aber nix von irgendwelchen entschuldigungen und Typen auf dem Meeresgrund. Aber schlussendlich haben wir die Knochen der Omi in einem Versteck unter dem Haus gefunden. Die Haben Natraj und ich dann zu dem Frack gebracht und Natraj ist runtergetaucht um die Knochen gegen die Nichte, Maus und den Schatz zu tauschen.

Was ein Reinfall! "Schatz", dass ich nicht lache... Irgendwelche gravierten Platten von Schuldverschreibungen für einen Kon, dens vor ner millionen jahren oder so in irgendeinem Venezuela ... naja egal ich muss schluss machen... der rest kommt später, Natraj brüllt grad den Hof zusammen, ich reiß dem Arsch jetzt den Kopf ab wenn er nicht zu vernunft kommt!





Freitag nachmittags, gegen 17 Uhr
Bearbeiten

Natraj: "Wenn Sie es unbedingt hören wollen. Ja, ich habe etwas zu
beichten... Vor ein paar Tagen, da war dieser Troll. Er brauchte Heilung,
doch ich konnte es allein nicht mehr schaffen. Also rief ich Ganga zur
Hilfe. Die Göttin der Reinheit, der Heilung. Unter Schmerzen heilte sie den
Troll. Sie nahm für mich die Schmerzen der Heilung auf sich. In diesen
Momenten fühle ich mich dem Göttlichen auf so zwiegespaltene Art nahe. Auf
der einen Seite fühle ich die intensive Liebe dieser wundervollen Göttin zu
mir. Auf der anderen Seite fühle ich mich schuldig, dass ich sie um so etwas
bitte."
Geist des Priesters: "Aber dieses Gerede über Götzen ist doch kein Beichten!
Beichten bedeutet Buße zu tun vor dem wahrhaftigen Herrn!"
Natraj: "Meinen Sie Shiva?"
Geist: "?"
Natraj: "?"

Samstag nachts, 3 Uhr
Natraj: "Was denkt der sich schon wieder? Er schafft es nicht, die
einfachsten Zusammenhänge zu erkennen, und ich soll nachts drunter leiden!
Ist doch ganz einfach: Frauengeist -> Frauenknochen. Katzengeister ->
Katzenknochen. Als ob ich was dafür könnte, wenn er mir das nicht erzählt.
Soll der seinen Scheiß halt alleine machen. Mir doch nur recht wenn die
Katzen ein paar Murmeltiere fressen. Bin doch kein magisches
Maschinengewehr."



Ahoi, Seemänners und Totengräbers!

So sieht Euer Terminkalender aus (die Petro Loas lassen grüßen):Bearbeiten

Mi 16.07.2070 morgens SOS, mittags Klimaanlage, abends Container
Do 17.07.2070 morgens Pinguine, mittags Mietklos, abends Darling
Fr 18.07.2070 morgens früh lange vor Sonnenaufgang geht' weiter mit
den Mietzekätzchen...
Sa 19.07.2070 Contest, Eröffnungsparty


Freitag, der 18.07.2070, morgens um 3 UhrBearbeiten

Natraj kramt in seinem Küchenschrank. Hier muss doch irgendwo? Schließlich
findet er etwas Süßes und freut sich. Das wird Ganesha schmecken! Er setzt
sich vor seinen Altar und rückt seine Statue von Ganesha in den Vordergrund.
Sie stellt einen Elefanten in tanzender Position dar, in seinen Armen hält
er eine Ratte, als ob sie seine Partnerin wäre. Die Ratte als seine
Partnerin darzustellen ist ungewöhnlich, aber Natraj liebt es. Die Ratte
steht für Ganeshas Fruchtbarkeit. Als seine Partnerin betont sie diesen
Aspekt noch stärker.

Einen Moment lang guckt Natraj die Statue verliebt an. Nun schließt er die
Augen und beruhigt seine Gedanken. Die Diskussion mit Handy über die Katzen
spürt er noch im Magen. Zusammen mit dem Ärger über den verrückten
Priestergeist entfachen seine Emotionen ein wundervolles Feuerwerk in seinen
Bauchchakren.

Natraj spürt die kräftige Energie und den Zorn. Sie brodeln förmlich in
seinem Bauch, feuern seine Bauchchakren an. Ganesha wird unter anderem auch
den unteren Bauchchakren zugeordnet. Er steht für das Materielle auf dieser
Welt. Natraj konzentriert sich und singt das Mantra „Lam“. Dadurch aktiviert
er sein Chakra.

Vor seinem Auge entsteht ein Bild von Ganesha. Sie tauschen vergnügte Blicke
aus und Natraj nimmt Ganesha voll Dankbarkeit in die Arme. Vielen Dank für
deine Hilfe bei dem Priestergeist! In Natrajs Ohren erklingen
Trommelschläge. Gemeinsam mit Ganesha fängt er an zu Tanzen. Immer im Kreis
um ein riesiges Lagerfeuer. Den Zorn aus den Diskussionen nimmt Natraj und
verstärkt das Feuer mit Ihnen.

Ganz entfernt hört er die Türklingel. Verärgert öffnet er die Augen und
bringt seine Gedanken in diese Welt zurück. Die Trommelschläge verebben.
Natraj nimmt die Süßigkeit und legt sie mit einem Gefühl der Dankbarkeit vor
die Ganesha-Statue.

Er steht langsam auf und öffnet die Tür. Vor ihm steht Hermes mit einer
Plastiktüte in der Hand, die er Natraj vor die Nase hält.

Ganz verdutzt sagt Natraj: „Hi?“

Hermes: „Hi! Ich soll dir diese Tüte von Handy geben.“

Natraj beäugt die Tüte kritisch. „Und was soll ich damit?“

- „Das hat wohl irgendwas mit den Katzen zu tun. Handy meinte, du wüsstest
dann schon Bescheid. Hier.“

Natraj guckt ungläubig in die Tüte. Handy hat ihm allen Ernstes die
Katzenknochen bringen lassen. „Das kann doch nicht wahr sein!“.



HandyBearbeiten

upload:Diary.voc
set microfone:on
set camera:off
initiate Recording
7.18.2070 Friday 2.30PM (EST)

Das Leben könnte so schön sein! Manchmal frage ich mich was ich den Geistern getan habe, dass sie mich immer mit diesem verrückten pseudo-Inder strafen. Ich hab ja schon viele Inder gesehen in bunten Gewändern und fröhlich singend ihre zerschundenen ausgemergelten Körper über Schotterstraßen schleifend um einem ihrer Götter zu huldigen, aber der Typ ist ja nichtmal Inder. Diese Weißen...
Naja egal. Erst bin ich also um mich abzureagieren los gestiefelt um mich eben allein um die Katzen zu kümmern. Klar, wer solls auch sonst tun, wenn Natraj den König von Simbawe spielt und die Anderen sich vorsichtshalber verpisst haben.
Tja, aber die Luke von dem Raum unter dem alten Haus war so schwer, dass ich das Ding allein net hoch bekam. Zum Glück hat grad Hermes angerufen und was von nem Elefanten und nem Priester gefaselt. Muss einer dieser Jamaikanischen Witze sein. Genauso wie das mit den Erdöl Loas...
Naja, konnte ihn überraden mir zu helfen und zu zweit haben wir das Ding aufbekommen.
Er sagte sogar, dass wir ganze Ballen Papier im Keller hätten. Die Presse läuft auch noch. Ein bisschen Farbe und wir könnten tatsächlich, wie Mama Leone und er sagten Schatzkarten drucken.
Ich hab ihm auf jeden Fall die Knochen in die Hand gedrückt und gesagt er soll sie zu dem Magier bringen. Soll der die doch entzaubern. Bin ja schließlich kein Medizinmann oder sowas.
Als ich zurück wollte kam mir der auch schon empört entgegen.
"Was soll ich mit den Dingern? Spinnst du mir die zu geben, wenn jetzt plötzlich die Katzen zurückkommen."
Ich blieb ruhig und stellte mich erstmal dumm: "Wieso? Du bist doch der Magier. Kannst du die nicht entzaubern oder sowas?"
Konnte er natürlich nicht...
Außerdem wurds langsam kühler und windiger. Ein Sturm zog auf. Natürlich schon wieder die Erdöl Geister...
Also sind wir mit meinem Wasserflitzer aufs Meer gefahren, genau an die Stelle, wo das Wrack liegt und haben die Knochen im Wasser versenkt. Angeblich ist jetzt alles gut. Mal sehen wie lange...

Danach gings richtig Los. Erst der Chef, der meinte er könnte ja noch lang im Hotel bleiben, weil wir ja den Car Modding Contest gewinnen würden. Von der Prämie durch diesen Sender hatte er auch schon gehört. Der glaubt doch nicht im Ersnt dass wir uns mit den cops anlegen, damit er sich in dem Hotel nen faulen Lenz machen kann.
Dann kam auch schon Hermes und sagte, er hätte ne Tür und Dachplatten aufgetrieben, für Mama Leona. Na Toll! Soll ich die jetzt auch noch anbauen? Also langsam erscheint mir Jamaika mehr als die Hölle von der diese Reggeas immer erzählen. Hier hat man nie seine Ruhe und wenn man was schafft haben andere den Lohn. Man was hab ich die Schnauze voll davon!

Und zur Krönung sollten wir uns noch für diesen contest anmelden. Natraj ist zwar eine Name eingefallen, irgendwas mit Cops und bastrads oder so, aber was wir da zeigen sollen ist mir noch immer schleierhaft.
Also erst einmal nen Wagen klauen bevor wir weiter grübeln. Garnicht so einfach wie das immer heißt. Diese Blöde übertragung wollte einfach die ganze Zeit nicht umgeleitet werden. Während dessen hat Natraj sich von den Cops vermöbeln lassen. Von wegen, er erledigt die, während ich mich nur um die elektronik kümmern muss. Schlussendlich hing der Idiot mit seiner panzerweste in der Zierleiste des Autos fest. Ich musste das Ding abschrauben damit wir da weg kommen ohne dass ich ihn die 10meilen zurückschleife. Was abbekommen hat er auch und ich musste den letzten Cop erledigen. Mittags auf offener Schtraße nen cop mit meiner Defiance zu erledigen war auch nicht gard das, was ich mir unter unauffällig oder leicht vorgestellt hab.
Nun haben wir die Karre zwar und auch gesäubert und untergestellt, aber sie ist ganz schön verbeult, genau wie der Inder...
Oh man ich brauch dringend ne Mütze Schlaf!
Recording End
set Mircofone: off
Connection canceld